Die Demokraten errangen bei den Zwischenwahlen einen überwältigenden Sieg und übernahmen sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Kontrolle – eine schwere Abfuhr für Präsident Donald Trump. Die Ergebnisse markierten einen dramatischen Wandel, nachdem Die Republikaner zuvor in beiden Kammern die Mehrheit gehabt hatten. Nun fiel den Demokraten die Aufgabe zu, die Agenda des Präsidenten zu kontrollieren.

Die Partei gewann 41 Sitze im Repräsentantenhaus – deutlich mehr als die drei, die für eine Mehrheit nötig waren. Im Senat hatten Die Demokraten zum Zeitpunkt des Berichts sieben Sitze hinzugewonnen; in Alaska und Mississippi war der Ausgang noch offen. Ihre bisherigen Sitze konnten sie behaupten.

Die Erfolge der Demokraten erstreckten sich auf umkämpfte Bundesstaaten, traditionell republikanische Staaten und ländliche Wahlkreise. Dazu gehörten Texas, wo die Demokraten seit 38 Jahren keinen Senatssitz mehr gewonnen hatten, Kansas, wo sie seit 94 Jahren keinen Sieg mehr errungen hatten, und South Carolina, wo die Republikaner lange dominiert hatten. Die Demokraten besiegten außerdem Susan Collins in Maine und beendeten damit eine 30-jährige Serie ohne einen solchen Sieg.

Die Ergebnisse waren auf eine Reihe von Kandidaten auf Ebene der Bundesstaaten zurückzuführen und nicht auf eine einzelne landesweit bekannte Persönlichkeit. Der Bericht verwies auf Graswurzelkampagnen und beschrieb Trump selbst als eine Kraft, die Wähler gegen die Republikaner mobilisierte. Als Sorgen der Wähler nannte er unter anderem die Einwanderungspolitik und die Iran-Politik des Präsidenten sowie steigende Preise.

Bei der Wahl gab es auch historische Meilensteine: Chris Pappas wurde der erste offen schwule Senator in New Hampshire, und Keisha Lance Bottoms wurde die erste Schwarze Gouverneurin. Mit der Übernahme der Kontrolle werden die Demokraten nun mit internen Spannungen konfrontiert sein. Die Republikaner müssen entscheiden, wie sie der neuen Mehrheit entgegentreten und welche Rolle Trump in der Zukunft der Partei spielen wird.

Dem Bericht zufolge müssen die Demokraten zudem festlegen, wie viel Aufmerksamkeit sie den Untersuchungen der Regierung widmen wollen. Die wirtschaftlichen Sorgen der Wähler dürften weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Quellen: The Hollywood Reporter.