Kathy Hochuls Sieg bei der Gouverneurswahl in New York ist ein Gewinn für die Film- und Fernsehbranche des Bundesstaates. Die demokratische Amtsinhaberin besiegte ihren republikanischen Herausforderer Bruce Blakeman deutlich. NBC News erklärte Hochul zur Siegerin, als sie mit etwa einem Fünftel ausgezählter Stimmen mit 47 Prozentpunkten führte.

Während Hochuls Amtszeit hat New York seine Bemühungen verstärkt, Produktionen anzuziehen. Im vergangenen Quartal verzeichnete der Bundesstaat Produktionsausgaben in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar und rückte damit näher an Kalifornien als bevorzugten Drehort heran. Actors’ Equity, IATSE und AFM Local 802 sprachen sich für Hochul aus.

New York hat ein Programm für Steuergutschriften auf Produktionen eingerichtet, das bis 2036 jährlich 800 Millionen US-Dollar umfasst; weitere 100 Millionen US-Dollar sind zur Unterstützung unabhängiger Produktionen vorgesehen. Außerdem wurden in allen fünf Stadtbezirken New Yorks Filmstudios eröffnet.

Adam Gordon, Mitbegründer der Wildflower Studios in Astoria, sagte gegenüber The Hollywood Reporter, Hochul verstehe den Beitrag der Branche zu Arbeitsplätzen, kleinen Unternehmen und der Kreativwirtschaft. Das 2024 fertiggestellte Studio ist inzwischen vollständig belegt. Zu den jüngsten dort gedrehten Produktionen gehört Focker-in-Law.

Hochul unterzeichnete außerdem Gesetze zur Regulierung des Einsatzes künstlicher Intelligenz in Medien und Werbung, die der Quelle zufolge die ersten ihrer Art in den Vereinigten Staaten sind. Zudem hob sie Beschränkungen für das Tanzen in New Yorker Bars auf.

Das Ergebnis der Gouverneurswahl kommt zu einem Zeitpunkt, an dem New York neben Kalifornien weiterhin ein bedeutender Produktionsstandort ist. Die Steueranreize des Bundesstaates, seine Studiokapazitäten und die anhaltende politische Unterstützung sind entscheidend für seine Bemühungen, Film- und Fernseharbeiten anzuziehen.

Quellen: The Hollywood Reporter.