Weniger als 24 Stunden vor dem Wahltag nutzten Jon Stewart, Jimmy Kimmel und Seth Meyers ihre Sendungen am Montag, um über die Zwischenwahlen zu sprechen, wobei sie sich auf Donald Trump und Haley Stevens aus Michigan konzentrierten. Ihre Kommentare folgten auf Trumps letzte Wahlkampfauftritte und Stevens’ unerwartete Unterstützung des republikanischen Senatskandidaten Mike Rogers, nachdem sie sich von dem Demokraten Abdul El-Sayed distanziert hatte.
In The Daily Show stellte Stewart Trumps Entscheidung infrage, seine letzte Rede vor der Wahl den Renovierungsarbeiten am Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington zu widmen. Er bezeichnete die Ansprache als Rede über die Instandhaltung eines Pools und sagte, die Prioritäten des Präsidenten schienen verfehlt. Stewart sagte außerdem, die Demokraten schienen möglicherweise Sitze im Repräsentantenhaus und im Senat hinzugewinnen zu können, sofern es vor dem Wahltag keine größere Störung gebe.
Anschließend wandte sich Stewart Stevens’ Unterstützung für Rogers zu und stellte sie ihrer früheren Kritik an dem republikanischen Kandidaten gegenüber. Er scherzte, diese Kehrtwende lasse den Wahlkampf in Michigan wie eine besonders düstere Folge von Fargo wirken.
In Jimmy Kimmel Live! verwies Kimmel auf Trumps Rechtsstreitigkeiten und machte sich über die Kundgebungen des Präsidenten lustig, darunter auch über seinen Auftritt am Reflecting Pool. Kimmel scherzte über die angeblichen Kosten des Projekts in Höhe von 16 Millionen Dollar und beschrieb Trumps Wahlkampfplan als eine Reihe von 30 Kundgebungen innerhalb von 32 Tagen.
Seth Meyers konzentrierte sich in seinem „Closer Look“-Segment von Late Night auf Entwicklungen bei den Senatswahlen in Alaska und Michigan. Mit Blick auf einen Bericht der New York Times über den Versuch, den unabhängigen Kandidaten Daniel J. Sullivan in Alaska zu gewinnen, sagte Meyers, die angebliche Taktik sei lustig, und verglich sie mit Vorgehensweisen der Republikaner. Zugleich merkte er an, dass er diese Vorgehensweisen für weniger schwerwiegend halte als Versuche, die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 anzufechten.
In Michigan hob Meyers Stevens’ Unterstützung für Rogers und ihr Interview mit Anderson Cooper am Sonntag auf CNN hervor. Er machte sich über einen unbeholfenen Wortwechsel lustig, bei dem Stevens nach einer Pause fragte, ob Cooper eine Frage gestellt habe. Er nannte das Interview brutal und verglich es mit einem Horrorfilm.
Quellen: The Hollywood Reporter.