Merry Christmas Aubrey Flint dreht sich um Aubrey Flint, einen begeisterten Kenner der napoleonischen Geschichte, dessen Abneigung gegen Weihnachten begann, nachdem seine französische Mutter zwischen den Dekorationen gestorben war. Heute verbringt er die Weihnachtszeit damit, sich über Weihnachtsliedersänger zu beschweren und vor den vereisten Gehwegen seiner Heimatstadt York zu warnen. Seine Einstellung ändert sich, als er sich an einer Seniorenwohnanlage beteiligt, die möglicherweise ihre letzte Theaterproduktion vorbereitet.
Die Bewohner entscheiden sich für A Christmas Carol, wodurch die Richtung des Films klar wird. Chris Boyle-McQuarrys Drehbuch folgt zwar einer vertrauten Weihnachtsformel, doch das Ensemble verleiht der Geschichte einen Großteil ihrer Lebendigkeit. John Bradley spielt Aubrey, Richard E Grant den Spielzeugladenbesitzer Mr Hopkins, der durch eine krause Perücke und einen Schnurrbart verwandelt wird. Zu den Bewohnern der Anlage gehören Dave Johns, Celia Imrie, Brian Bovell und Nigel Planer, während Kiell Smith-Bynoe unter dem wachsamen Blick von Karl Pilkington im Garten arbeitet.
Die Darbietungen bringen auch kleinere komische Momente und Beobachtungen über Amateurtheater und wenig engagierte Verwaltungsmitarbeiter zur Geltung. Jim Broadbent übernimmt gelegentlich die Erzählstimme, und Imrie hinterlässt mit einem spontanen Vorsprechen für die Rolle des Scrooge Eindruck. Planers Geist der gegenwärtigen Weihnacht tritt in einem komischen Schlussmoment auf, der mit der Geschichte von Nicholas Craig verbunden ist.
Der Film von Regisseur Jack Spring ist sentimental und vorhersehbar, doch in seinen stärksten Szenen zeigt sich, wie die Chemie zwischen den Darstellern dem Stoff zusätzliche Wärme verleihen kann. Aubreys Sinneswandel am Ende ist zu erwarten; den Charme der Geschichte macht die schwungvolle Leistung der Besetzung aus.
Quellen: The Guardian Film.