Will Brill hat zwischen Theater, Film und Fernsehen gewechselt, 2024 für „Stereophonic“ einen Tony Award gewonnen und 2025 in Giselle Bonillas „The Musical“ seine erste Hauptrolle in einem Film übernommen. Doch der Schauspieler sagte gegenüber IndieWire, dass Auszeichnungen und Karrieremeilensteine für ihn nicht der wichtigste Maßstab für Erfüllung seien: Am meisten schätze er Projekte, die auf engen Freundschaften und gemeinsamer kreativer Arbeit beruhen.
Brill gewann den Tony als bester Nebendarsteller in einem Theaterstück für „Stereophonic“. Im darauffolgenden Jahr spielte er die Hauptrolle in „The Musical“ als Doug Leibowitz, ein Theaterlehrer an einer Mittelschule, dessen Frustrationen als Dramatiker in eine unerwartete Schulaufführung einfließen. Der Film feierte beim Sundance Film Festival Premiere und ist digital zum Leihen oder Kaufen verfügbar, wie aus dem Ursprungsbericht hervorgeht.
Die Hauptrolle brachte ein anderes Maß an Verantwortung mit sich, sagte Brill. Bei Nebenrollen sei er es gewohnt, zu einem Projekt beizutragen, ohne das Gefühl zu haben, dessen Erfolg hänge allein von seiner Leistung ab. Bei „The Musical“ war er in fast jeder Szene vor der Kamera und hatte das Gefühl, dass mehr vom Erfolg des Films von ihm abhing.
Brill verglich die Erfahrung auch mit „Test Pattern“, dem Spielfilm von Shatara Michelle Ford aus dem Jahr 2019, in dem er an der Seite von Brittany S. Hall spielte. Er beschrieb beide Filme als anspruchsvolle Projekte, die großes Vertrauen zwischen Schauspieler und Filmemacher erforderten. „Test Pattern“ sei, sagte er, ein großes emotionales Unterfangen gewesen, während „The Musical“ ihn als seine erste Hauptrolle in einem Film auf andere Weise herausgefordert habe.
Zu seiner Karriere gehören außerdem Nebenrollen in Projekten wie „Caught Stealing“ und „Being Heumann“ sowie Auftritte in „The OA“, „The Marvelous Mrs. Maisel“ und zahlreichen Theaterproduktionen. Brill sagte, ihm gefalle die Vielfalt dieser Aufgaben. Außerdem würde er gern eine Fernsehfigur spielen, die sich über viele Jahre hinweg entwickelt, und gleichzeitig weiter auf der Bühne arbeiten.
Trotzdem möchte er seine Karriere nicht auf ein einziges Format ausrichten. Brill sagte gegenüber IndieWire, dass er offen dafür sei, zu sehen, welche Möglichkeiten sich ergeben, und dass seine erfüllendsten Erfahrungen Projekte gewesen seien, die von eng verbundenen Freundeskreisen getragen wurden, oder solche, bei denen diese Freundschaften während der Produktion entstanden. Für ihn liegt der bleibende Reiz darin, mit Menschen, die ihm wichtig sind, Geschichten zu erzählen – unabhängig vom Medium.
Brills bevorstehende Nebenrolle in Sian Heders „Being Heumann“ ist die des politischen Beraters Gene Eidenberg, der an den Ereignissen rund um die Behindertenrechtsaktivistin Judy Heumann und einen historischen Sitzstreik beteiligt ist. Der Film soll laut Ursprungsbericht am 6. November in ausgewählten Kinos starten und am 13. November auf Apple TV erscheinen.
Quellen: IndieWire.
