Siân Heders Being Heumann begleitet die Aktivistin Judy Heumann durch ein entscheidendes Kapitel der Bewegung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ruth Madeley spielt Heumann in einer für ihre Energie und ihren Witz gelobten Darstellung. Statt ihr Leben von der Kindheit bis ins hohe Alter nachzuzeichnen, konzentriert sich der Film auf die Kampagne zur Umsetzung von Section 504 des Rehabilitation Act.

Die Geschichte beginnt 1972, als Heumann und rund 80 Aktivistinnen und Aktivisten einen Sitzstreik auf der Madison Avenue veranstalteten, um gegen das Veto gegen Section 504 zu protestieren – ein Gesetz, das die Rechte von Menschen mit Behinderungen schützen sollte, darunter auch den Zugang zu Bildung. Obwohl das Gesetz 1973 unterzeichnet wurde, war es bis 1978 nicht umgesetzt worden. Für die Kampagne war weiterhin die Zustimmung von Joseph Califano, dem Minister für Gesundheit, Bildung und Wohlfahrt, erforderlich, den Mark Ruffalo spielt.

Heumann und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter organisieren Proteste in Bundesgebäuden im ganzen Land. Ihren Höhepunkt erreichen die Bemühungen mit einem Sitzstreik im Bundesgebäude von San Francisco, den der Film als Wendepunkt darstellt. Heder und Co-Autorin Rebekah Taussig adaptieren Heumanns Autobiografie und verbinden dabei die politischen und rechtlichen Folgen mit den praktischen Herausforderungen, Meinungsverschiedenheiten und heiteren Momenten unter den Protestierenden.

Madeley, die einen Rollstuhl benutzt, wird von einer Besetzung begleitet, zu der mehrere Darstellerinnen und Darsteller mit Behinderungen gehören. Zum Ensemble zählen Madeline Delp als Kitty Cone, Andrew Pilkington als Hale Zukas, Antwan Tolliver als Brad Lomax, Daniel Durant als Steve McCleeland, Roberta Colindrez als Joni Breves und Charlie Rush-Reese als Dennis Billups.

Der Film zeigt Heumann als entschlossen, scharfsinnig und mitunter eigensinnig und macht zugleich deutlich, dass gemeinsames Handeln von Menschen verlangen kann, ihre eigenen Instinkte zu hinterfragen. Seine Darstellung der Kampagne nimmt die Hindernisse, mit denen die Gemeinschaft von Menschen mit Behinderungen konfrontiert ist, ernst und schenkt zugleich dem Zusammenhalt und der Freude Aufmerksamkeit, die jene miteinander teilen, die für Veränderung kämpfen.

Being Heumann feierte beim Toronto International Film Festival 2026 Premiere. Apple plant, den Film am 6. November in ausgewählten Kinos und am 13. November auf Apple TV zu veröffentlichen.

Quellen: IndieWire.